In-Vitro-Maturation (IVM)

Jede Frau wird mit bis zu zwei Millionen Eizellen geboren. Diese Eizellen befinden sich zunächst in einem für viele Jahre anhaltenden, unreifen Stadium. Der Übergang zur Pubertät markiert den Beginn der Reifung der Eizellen durch den monatlichen Eisprung.

Es ist heute bekannt, dass der weibliche Körper jeden Monat rund 20 Eizellen für das endgültige Reifenstadium, den Eisprung vorbereitet. Auch wenn nur eine dieser Eizellen zum Eisprung führt, sind fast alle anderen Eizellen reif und befruchtungsfähig. Nach Beendigung der Ovulation werden jedoch alle anderen Eizellen von diesem Zyklus unweigerlich degeneriert und schließlich vom Körper selbst absorbiert.

Bereits Mitte des letzten Jahrhunderts wurde festgestellt, dass die menschlichen Eizellen die letzten Phasen der Reifung unter Laborbedingungen vervollständigen können. Diese sogenannte In-vitro-Reifung verbunden mit der Beobachtung, dass diese Eizellen auch im Labor befruchtet werden können, legte den Grundstein für die Entwicklung eines neuen Feldes im Bereich der menschlichen Fortpflanzungsverhältnisse, auch bekannt als In-Vitro-Maturation (IVM).


En particulier:

Der erste große Vorteil bezüglich der In-Vitro-Maturation für eine Frau ist, dass es die Verwendung hormoneller Medikamente minimiert. Somit ähnelt die Behandlung der extrakorporalen Reifung von Eizellen die der IVF-Behandlung im natürlichen Zyklus. Dadurch können im Gegensatz zu dem natürlichen Zyklus anstatt eine, mehrere Eizellen gesammelt werden. Je weniger Medikamente eingenommen werden, desto weniger Nebenwirkungen treten sowohl während, als auch nach der Behandlung auf.

Der eingeschränkte Medikamentenkonsum verringert vor allem die Wahrscheinlichkeit des Auftretens des ovariellen Hyperstimulationssyndroms (OHSS) auf ein Minimum, welches eines der schwersten Komplikationen der IVF Behandlung ist. Obwohl das Hyperstimulationssyndrom in schweren Form glücklicherweise selten auftritt, betrifft es jedoch vor allem Frauen mit PCOS-Syndrom. Heutzutage gelten Frauen mit PCOS als die am besten geeignete Gruppe bei der die Anwendung von in vitro gereiften Eizellen zu erfolgreichen Reifung, Einnistung und Befruchtung führt und wo gleichzeitig die gefährlichen Folgen von Eierstock-Überstimulationssyndrome vermieden werden.

Das Sammelverfahren der Eizellen zur In-vitro-Reifung wird ähnlich wie im klassischen IVF Programm durchgeführt. Unter Verwendung von Ultraschall wird die Größe der Follikel und die Endometrium-Dicke eingeschätzt und die Zeit der Eizellsammlung etwa 10 Tage nach dem Beginn der Periode ermittelt. Die Eizellenentnahme wird schmerzfrei unter einer leichten Sedierung durchgeführt. Die unreifen Oozyten werden in spezifischen Kulturmedien gesammelt und nach 1 bis 2 Tagen wird ihre Reifung bestätigt. Zur gleichen Zeit beginnt die Befruchtung im Labor. Nach 2 bis 3 Tagen werden die für am besten geeigneten Embryonen ausgewählt und in die Gebärmutter der Frau übertragen.

Neuerdings hat man die in In-vitro-Reifung auch an Frauen erforscht und angewendet, die ihre Eier und ihre Fruchtbarkeit vor dem Behandlungsbeginn einer bösartigen Erkrankung erhalten wollen. Behandlungen wie Chemotherapie und Strahlentherapie erschweren besonders die Funktion der Eierstöcke und führen oft zum Versagen der Eileiter und somit negativ auf die Eizellenproduktion. Die Methode der In-vitro-Reifung ermöglicht jedoch in sehr kurzer Zeit die Entnahme von vielen, unreifen Oozyten ohne Verwendung eines hormonellen Arzneimittels. Somit wird keine wertvolle Zeit für den Beginn einer Tumorbehandlung verloren. Unmittelbar nach dem Sammeln der Eizellen folgen für eine mögliche spätere Verwendung eine In-vitro-Reifung und eine Kryokonservierung.

Bis heute liegt die Zahl der Kinder, die weltweit durch die Anwendung der Ιn-vitro Reifungsmethode geboren wurden, etwas über eintausend. Diese Kinder sind gesund und ihre Entwicklung ist bisher normal und unterscheidet sich nicht von der Entwicklung anderer Kinder.

Das Verfahren zur In-vitro-Reifung unterläuft heute einer großen Entwicklung. Sehr bald wird es zu einer wichtigen Behandlungsoption für Frauen, die die Belastung einer Hormontherapie vermeiden wollen und vermeiden müssen. Genauso für schwer erkrankte Frauen, die ihre Fruchtbarkeit erhalten wollen und spezielle Behandlung benötigen, die besonders belastend für die Funktion der Eierstöcke sind. Wie bei jedem neuen Verfahren zur Unterstützung Reproduktion bedarf es auch hier der richtigen Auswahl von Frauen, bei denen diese Methode nach einer ordnungsgemäßen Unterrichtung über die Vorteile und Grenzen dieser Methode angewandt wird.




WARUM EMBRYOLAB?

 

  • Seit 2008 ermöglicht die systematische Kryokonservierung der Eizellen hohe Überlebens-, Befruchtungs- uns Schwangerschaftsraten.
  • Das Labor von Embryolab ist eines der wenigen Laboratorien in Griechenland und in der Welt, das über so viel Erfahrung im Verfahren der Vitrifikation sammelte.
  • Alle Parameter werden systematisch überprüft.

 




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