IVF in Griechenland – Kostenübernahme durch die Krankenkasse

IVF in Griechenland – Kostenübernahme durch die Krankenkasse
18 Jul 2017

Embryolab informiert in Zusammenarbeit mit dem spezialisierten Rechtsanwalt Andreas Maria Wucherpfennig über eine IVF Behandlung im EU-Ausland und die Kostenübernahme durch die Krankenkasse.
Im Gegensatz zu dem einschränkenden deutschen Embryonenschutzgesetz, ist die griechische Gesetzgebung für Reproduktionsmedizin eines der liberalsten Gesetze in Europa.

Dies eröffnet Paaren und Einzelpersonen vielseitige Wege, ihren Traum von einem Kind Wirklichkeit werden zu lassen. So verfügen wir hier in Griechenland bei Embryolab heute über Behandlungsmöglichkeiten wie IVF/ICSI, Eizellspende, Präimplantationsdiagnostik, Leihmutterschaft usw.

Aus diesem Grund finden auch immer mehr Paare und Einzelpersonen aus allen Ländern ihren Weg zu Embryolab.

Paaren aus Deutschland wird empfohlen, sich im Vorfeld der Behandlung ebenfalls über eine Kostenerstattung im Rahmen ihrer Krankenversicherung zu informieren.

Embryolab und den Paaren steht dafür der in diesem Bereich Rechtsanwalt Andreas Maria Wucherpfennig dafür zur Verfügung und informiert:

Behandlung im Ausland

Gesetzlich Krankenversicherte sind gemäß § 13 Abs. 4 SGB V grundsätzlich berechtigt, sich in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder der Schweiz im Wege der Kostenerstattung behandeln zu lassen. Der Anspruch auf Erstattung besteht höchstens in Höhe des Betrages, den die Krankenkasse in Deutschland zu tragen hätte. Privat Krankenversicherte können sich im europäischen Ausland behandeln lassen im Rahmen der Allgemeinen Versicherungsbedingungen ihres Krankenversicherungsvertrages und gemäß der Dienstleistungsrichtlinie des europäischen Rechts.

Deutsches Recht findet Anwendung

Grundlage für die Erstattung der Behandlungskosten ist für beide Versicherungen jedoch nicht das Recht des ausländischen Staates, sondern das deutsche Recht. Die Gesetze in Europa sind höchst unterschiedlich, weil die Frage, wann das Leben beginnt, sehr differenziert beantwortet wird. Dieses bedeutet in Deutschland im Bereich der künstlichen Befruchtung, daß das Embryonenschutzgesetz (ESchG) eingehalten werden muß.

Das Embryonenschutzgesetz (ESchG) gilt

  • 1 Abs. 1 ESchG schreibt vor, daß der bestraft wird, der es unternimmt, innerhalb eines Zyklusses mehr als drei Embryonen auf eine Frau zu übertragen und es unternimmt, mehr Eizellen einer Frau zu befruchten, als ihr innerhalb eines Zyklus übertragen werden sollen. Dem Wortlauf nach ist es damit verboten, mehr als drei Eizellen zu befruchten, da nur drei Embryonen übertragen werden dürfen. So urteilte das Finanzgericht Baden-Württemberg am 28.04.2015. Bei dem Wunsch des Paares auf Transfer von 1 Embryo, dürfte entsprechend auch nur 1 Eizelle befruchtet werden. Danach kommt es nicht selten zu keinem Transfer. Demgegen kann angeführt werden, daß das Embryonenschutzgesetz (ESchG) vom 13.12.1990 stammt, mithin wissenschaftlicher Stand dieser Zeit ist. Die Medizin ist heute aber enorm weiter. Die statistischen Ergebnisse zeigen deutlich, daß mehr als drei Eizellen befruchtet werden können, um höchstens drei Embryonen zu erzielen. Dieses ist aber derzeit dem Wortlaut des Gesetzes nach verboten. Diesbezüglich ist eine Kostenerstattung nur dann möglich, wenn bei einer Behandlung im Ausland das Embryonenschutzgesetz (ESchG) eingehalten wird. Dieses ist häufig nicht der Fall, weil die Mehrfachbefruchtung und Auswahl von Embryonen hier erreicht werden soll. Eine Kostenerstattung ist aber durchaus möglich, weil nicht jede Behandlung gegen das Embryonenschutzgesetz (ESchG) verstößt. Dieses ist aber nur im Nachhinein zu beurteilen. Das Paar muß demnach die Behandlungskosten auslegen.

Eizellspende verboten

  • 1 Abs. 1 ESchG schreibt auch vor, daß der bestraft wird, der auf eine Frau eine fremde unbefruchtete Eizelle überträgt, oder es unternimmt, eine Eizelle zu einem anderen Zweck künstlich zu befruchten, als eine Schwangerschaft der Frau herbeizuführen, von der die Eizelle stammt. § 1 Abs. 2 ESchG schreibt auch vor, daß der bestraft wird, der künstlich bewirkt, daß eine Samenzelle in eine Eizelle eindringt, oder in eine Eizelle künstlich verbracht wird, ohne eine Schwangerschaft der Frau herbeiführen zu wollen, von der die Eizelle stammt. Demnach ist die Eizellspende in Deutschland verboten, womit keine Kostenerstattung durch die gesetzliche Krankenkasse und die private Krankenversicherung erreicht werden kann.

Es wird empfohlen, sich von einem erfahrenen spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen.

Text: Rechtsanwalt Andreas Maria Wucherpfennig, Münster – Hamburg

Share

Embryolab